In den Urlaub fahren? So schützen Sie Ihr Zuhause zuverlässig vor Einbruch und Diebstahl

Schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbruch und Diebstahl

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und damit auch die Hochsaison für Einbrecher. Während Sie die Sonne genießen, bleibt Ihr Zuhause unbeaufsichtigt und verwundbar. Doch mit den richtigen Maßnahmen können Sie es professionell absichern. Wir zeigen Ihnen moderne, kosteneffiziente und smarte Möglichkeiten, um Ihr Haus während Ihrer Abwesenheit effektiv zu schützen.


Gute Nachbarschaft: Ihre beste kostenlose Sicherheitsmaßnahme

Ein wachsamer Nachbar ist oft besser als jede Kamera. Bauen Sie vor Ihrer Reise aktiv Kontakt zu Ihren direkten Nachbarn auf. Wenn sie wissen, dass Sie verreist sind, werden sie misstrauisch, sobald ungewöhnliche Aktivitäten auftreten – etwa ein Lieferwagen in Ihrer Einfahrt oder herumliegende Pakete.

Tipp: Bitten Sie Nachbarn, Ihre Post einzusammeln und regelmäßig die Rollläden zu bewegen.

Paket vor der Tür
Ein ungeleerter Briefkasten, Werbeflyer oder ein Paket vor der Tür sind klare Hinweise für potenzielle Einbrecher, dass niemand zu Hause ist.


Fenster richtig sichern – Schwachstelle Nummer Eins

Fenster sind die häufigste Einstiegsstelle für Einbrecher – laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 erfolgt fast jeder zweite Einbruch über ein gekipptes oder ungesichertes Fenster.

Was hilft wirklich?

  • Einbruchhemmende Verglasung (z. B. P4A Sicherheitsglas): erschwert das Einschlagen massiv.
  • Fenstersicherungen mit Pilzkopfverriegelung oder Zusatzriegel.
  • Fensterkontakte, die mit Ihrer Alarmanlage gekoppelt sind.
  • Achten Sie darauf, dass Türen mit Glasfüllung nicht von außen durch ein Einschlagen geöffnet werden können.

Rauchmelder & Brandschutz nicht vergessen

Die größte Gefahr im Urlaub ist nicht nur Einbruch – sondern auch Feuer. Veraltete Elektrogeräte oder überlastete Steckdosenleisten können Brände verursachen, die unbemerkt ganze Wohnungen zerstören.

👉 Jährlich sterben in Deutschland rund 300 Menschen durch Wohnungsbrände.

So schützen Sie sich:

  • Installieren Sie auf jeder Etage zertifizierte Rauchmelder nach DIN EN 14604.
  • Testen Sie monatlich die Funktion und wechseln Sie die Batterien mindestens einmal jährlich.
  • Halten Sie einen ABC-Pulverlöscher bereit – ideal für Küche und Garage.
  • Üben Sie im Familienkreis einen Evakuierungsplan.

WLAN-Überwachungskameras: Ihre Augen in der Ferne

Moderne IP-Kamera-Systeme sind heute so kompakt und smart, dass sie fast überall installiert werden können. Sie bieten Echtzeitüberwachung per Smartphone – egal, wo Sie sich befinden.

Was ist wichtig für die Auswahl?

  • Bewegungserkennung mit Push-Benachrichtigung.
  • Nachtsicht (IR-LEDs) für 24/7-Schutz.
  • Cloudspeicherung oder lokale SD-Karte für Aufnahmen.
  • Systeme wie Reolink, Eufy oder Bosch Smart Home bieten zuverlässige Lösungen.

Versteckte Kameras: Diskret und effektiv

Künstliche Topfpflanzen WLAN Spionagekamera

Wenn Sie Kameras nicht offen sichtbar installieren möchten, sind Spy-Cams in Alltagsgegenständen eine gute Alternative. WLAN-Kameras in Form von Weckern, Bilderrahmen oder Steckdosen liefern oft gestochen scharfe Full-HD-Aufnahmen.

⚠️ Wichtig: Achten Sie bei verdeckter Überwachung auf die DSGVO-Vorgaben und informieren Sie ggf. Mitbewohner.


Intelligente Alarmsysteme mit App-Steuerung

Heutige Alarmanlagen sind vernetzt, smart und lernfähig. Ein gutes System erkennt Muster im Nutzerverhalten und schlägt Alarm, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten.

Unsere Empfehlung:

  • Setzen Sie auf modulare Systeme (z. B. ABUS, Somfy, Ring).
  • Trennen Sie Bedieneinheit und Sirene, damit Einbrecher nicht sofort alles ausschalten können.
  • Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen auf Ihrem Smartphone.
  • Kombinieren Sie das System mit Smart Lights und automatisierten Rollläden, um Anwesenheit zu simulieren.

Hunde als Abschreckung – aber nicht jede Rasse ist geeignet

Ein bellender Hund ist für Einbrecher ein No-Go. Dabei geht es nicht nur um die tatsächliche Gefahr, sondern um den psychologischen Abschreckungseffekt.

Geeignete Rassen für Objektschutz:

  • Deutscher Schäferhund, Dobermann, Rottweiler – alle trainierbar und familienkompatibel.
  • Beachten Sie: Schutzdiensthunde benötigen professionelle Ausbildung und dürfen nicht unbeaufsichtigt agieren.

💡 Tipp: Kombinieren Sie Haustiere mit „haustierfreundlichen Bewegungsmeldern“ in Ihrem Alarmsystem – so gibt es keine Fehlalarme.


Hausnummer sichtbar machen – für den Notfall entscheidend

Ihre Hausnummer muss bei Nacht reflektieren, gut beleuchtet und von der Straße aus eindeutig lesbar sein. Im Notfall zählt jede Sekunde – und Polizei oder Feuerwehr sollen Ihr Haus auf Anhieb finden können.


Soziale Medien – gefährlicher als gedacht

Vermeiden Sie Urlaubs-Posts in Echtzeit! Wer auf Instagram oder Facebook Urlaubsfotos teilt, liefert potenziellen Tätern wertvolle Informationen.

Alternative:

  • Erst nach der Rückkehr posten.
  • Privatsphäre-Einstellungen aktivieren, um den Zugriff auf enge Freunde zu beschränken.
  • Prüfen Sie bei Ihrer Versicherung, ob solche Postings Ihren Versicherungsschutz beeinflussen.

Paketdienste & Lieferungen aussetzen

  • Stoppen Sie vorübergehend Zeitungs- oder Milchlieferungen.
  • Nutzen Sie Paketstationen oder bitten Sie Freunde, Pakete anzunehmen.
  • Intelligente Paketboxen mit App-Steuerung sind eine gute Lösung für Vielbesteller.

Fazit: Sicherheit beginnt mit Vorbereitung

Ob Smart Home, Nachbarschaftshilfe oder mechanischer Schutz – jede Maßnahme zählt. Kombinieren Sie möglichst viele davon, um potenziellen Einbrechern keine Chance zu lassen.