Wie Überwachungskameras Signale senden - und wann ein Störsender sie blockieren kann
Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, ob ein Störsender Sicherheitskameras (CCTV) beeinträchtigen kann, lautet die kurze Antwort: Ja - aber nur unter bestimmten Bedingungen. Um das wirklich zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, wie eine Kamera ihr Signal überträgt - per Kabel oder drahtlos?
1. Kabelgebundene Kameras: Stabil, aber nicht störbar
Klassische CCTV- oder IP-Kameras in professionellen Sicherheitsanlagen verwenden Koaxial- oder Ethernet-Kabel, um Video- und Audiodaten zu übertragen. Diese Signale laufen nicht über Funkfrequenzen, sondern physisch durch Leitungen - und Funk-Störsender haben darauf keinen Einfluss.
Das bedeutet:
Wenn Ihr Überwachungssystem fest verdrahtet ist, kann ein Jammer es nicht lahmlegen.
Allerdings sind kabelgebundene Systeme anfälliger für physische Manipulation, etwa durch das Durchtrennen von Leitungen oder den Einsatz von Malware in Netzwerkrekordern (NVRs).
2. Drahtlose Kameras: Komfortabel, aber störanfällig
Ganz anders sieht es bei WLAN-, 4G/5G- oder Bluetooth-basierten Kameras aus - etwa bei Smart-Home-Kameras, Babyphones oder mobilen Überwachungssystemen im Fahrzeug.
Diese Geräte senden ihr Bildsignal über Funkfrequenzen, die auch von anderen Funkdiensten genutzt werden. Hier können Signalstörsender Jammer gezielt eingreifen und die Verbindung unterbrechen - z. B. durch das Aussenden stärkerer Signale im gleichen Frequenzbereich.
Typische Frequenzen sind:
- 2,4 GHz / 5 GHz - für WLAN- und IP-Kameras
- LTE (B3, B5, B40, B41) - für Mobilfunkkameras
- 433 MHz / 868 MHz - für Funkfernbedienungen oder Sensoren
Ein leistungsstarker WLAN- oder Handy-Störsender kann diese Signale effektiv neutralisieren, sodass keine Datenübertragung mehr möglich ist.
3. Digitale Angriffe vs. physische Funkblockierung
Neben der Funkstörung gibt es noch eine andere Gefahr: Malware und Remote-Hacking. Kriminelle nutzen infizierte Geräte, um Kameras in Ihrem Zuhause oder Büro zu übernehmen, sie zum Lauschen zu verwenden oder sogar über Softwarebefehle zu deaktivieren.
In solchen Fällen hilft kein reiner Jammer - hier braucht es digitale Sicherheitsmaßnahmen:
- Regelmäßige Firmware-Updates
- Sichere Passwörter
- Netztrennung sensibler Geräte
Aber: In Kombination mit einem gezielten Störsender lässt sich auch der Fernzugriff auf drahtlose Geräte effektiv unterbinden.
4. Welche Störsender sind sinnvoll für den praktischen Einsatz?
Je nach Anwendung gibt es verschiedene Lösungen - hier einige bewährte Modelle aus unserem Sortiment:
- 🔹 DJ-P5A Desktop Jammer (5 Antennen, 11 W) - ideal für Büroräume oder kleine Sicherheitszonen
- 🔹 10-Antennen Multi-Frequenz-Störsender - deckt GSM, WLAN, GPS und Bluetooth gleichzeitig ab
- 🔹 Wandmontierter 5G-Störsender für feste Installation - perfekt für Überwachungsräume und Serverräume
- 🔹 EP-G8 Anti-Drohnen-Störsender - schützt vor Kameradrohnen im Außenbereich
- 🔹 22-Antennen Full-Band Handy Störgeräte - professionelle All-in-One-Lösung für Behörden, Lager oder sensible Einrichtungen
5. Fazit: Drahtlose Sicherheit braucht Frequenzschutz
Ein Störsender ist kein Hacking-Tool, sondern ein präventives Schutzinstrument - insbesondere in Umgebungen, in denen WLAN- oder Mobilfunkkameras ungewollte Aufnahmen oder Datenübertragungen ermöglichen könnten.
Wer weiß, wie seine Kameras kommunizieren, kann gezielt vorbeugen:
- Kabelsysteme → weniger anfällig für Funkstörungen
- Drahtlose Systeme → mit dem passenden Jammer zuverlässig abschirmbar
So behalten Sie Kontrolle über Ihre Privatsphäre - zu Hause, im Fahrzeug oder im Unternehmen.
Kurze Präventions-Routine (für unterwegs)
- Tasche kurz anheben: Magnetisches Klicken fühlen? → genauer prüfen.
- Vor Fahrtantritt: kurzer Blick unter Sitz & in Kofferraum.
- Wichtige Gegenstände (Pass, Karten) nachts in Faraday-Beutel.
- Bei wiederholtem Misstrauen: professionelle Absuche/Techniker beauftragen.