GPS-Signal-Störsender enttarnt: Lkw-Entführer in Thembisa gefasst

Lkw-Entführungs und GPS-Signal blocker

Die zunehmende Zahl an Lkw-Entführungen in Südafrika zeigt einen beunruhigenden Trend: Kriminelle setzen gezielt auf GPS-Störtechnologie, um Lieferketten zu sabotieren und Ortungssysteme außer Kraft zu setzen. Jüngster Fall: Zwei mutmaßliche Täter wurden am 5. Oktober in Thembisa, nahe Johannesburg, verhaftet – in ihrem Fahrzeug befand sich ein professioneller GPS-Signal-Blocker mit externer Autobatterie DC-122000.

„Die Täter agieren hochorganisiert, tarnen sich mit Blaulichtfahrzeugen und nutzen Signalstörer, um Tracking zu unterbrechen“, so Wal Bartmann, CEO der Fidelity Services Group.


Ablauf der Entführung: Professionell geplant

Der gestohlene Lastwagen wurde durch ein weißes, nicht gekennzeichnetes Fahrzeug mit Blaulicht abgefangen – eine Taktik, die auf Polizeifahrzeuge imitierende Raubüberfälle hindeutet. Fidelitys Interventions-Team, das vor Ort eintraf, fand den Lkw in der Nähe eines Einkaufszentrums, die Beine des Trailers bereits abgesenkt – ein klares Zeichen dafür, dass die Täter auf den schnellen Ladungstausch vorbereitet waren.

Bei der Durchsuchung des Lkws entdeckte das Team:

  • Einen leistungsstarken GPS-Störsender, betrieben mit einer separaten Autobatterie
  • Handschuhe, reflektierende Westen, Overalls – zur Tarnung als Logistikpersonal
  • Feuerwaffen und mehrere Mobiltelefone – vermutlich zur Koordination
  • Einen verdächtigen silbernen Honda Sir, der mit weiteren Raubüberfällen in Verbindung steht

Technologischer Hintergrund: Wie GPS-Störer funktionieren

Ein GPS-Jammer (Signalstörsender) sendet Hochfrequenzsignale aus, die den Empfang von Satellitensignalen unterdrücken. So werden Flottenmanagementsysteme, Diebstahlsicherungen und Echtzeitortung deaktiviert.

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Wachsende Bedrohung für Logistikunternehmen

In Südafrika nimmt die Zahl der organisierten Lkw-Raubüberfälle stetig zu. Unternehmen sind zunehmend gefordert, ihre Fahrzeuge mit Störsignal-Erkennungssystemen, versteckten GPS-Modulen und redundanten Kommunikationswegen auszustatten.

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Verknüpfung mit weiteren Fällen

Wie Bartmann weiter erklärte, deutet alles darauf hin, dass dieselben Täter bereits am Vortag – am 4. Oktober – in einen weiteren Fall in Kempton Park verwickelt waren. Das beschlagnahmte Fahrzeug sowie die gestörte GPS-Ausrüstung werden derzeit kriminaltechnisch untersucht.


Fazit

Der Einsatz von GPS Signal Blockern durch Lkw-Entführer unterstreicht die Notwendigkeit für moderne Sicherheitstechnologien im Transportsektor. Speditionen sollten nicht nur auf GPS-Ortung setzen, sondern auf mehrschichtige Sicherheitssysteme mit Jammer-Erkennung, Echtzeit-Überwachung und KI-gestützter Anomalieerkennung.

In Zeiten zunehmender Hightech-Kriminalität entscheidet digitale Resilienz über den Schutz der Lieferketten.