NATO liefert der Ukraine UAV-Störsender – Verstärkte Drohnenabwehr gegen russische Angriffe
Die NATO verstärkt ihre militärische Unterstützung für die Ukraine - inklusive moderner UAV-Jammer zur aktiven Drohnenabwehr.
Im Vorfeld des Außenministertreffens in Bukarest erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass das Bündnis der Ukraine "so lange wie nötig zur Seite stehen" werde, um sie gegen die russische Invasion zu verteidigen. "Ein dauerhafter Frieden ist nicht möglich, wenn der Angreifer gewinnt. Es liegt auch im sicherheitspolitischen Eigeninteresse der NATO, die Ukraine zu unterstützen."
UAV Jammer als neue Verteidigungslinie
Ein zentrales Element der jüngsten Hilfe: die Bereitstellung von UAV-Störsendern (Anti-Drone-Jammer), die gezielt gegen iranische Kamikaze-Drohnen und elektronisch gesteuerte UAVs russischer Bauart eingesetzt werden sollen. Diese Systeme sind in der Lage, feindliche Drohnen per Hochfrequenzsignal lahmzulegen, bevor sie Schäden anrichten können. Laut Stoltenberg ist diese Technologie ein "integraler Bestandteil eines modernen Luftverteidigungssystems", das die NATO der Ukraine sukzessive zur Verfügung stellt.
Diese elektronische Kriegsführung ergänzt klassische Systeme wie IRIS-T SLM, NASAMS und Patriot-Abwehrraketen, die bereits an vorderster Front gegen ballistische und Marschflugkörper eingesetzt werden.
Breite NATO-Agenda: Resilienz, China & hybride Bedrohungen
Auf dem Treffen in Bukarest stehen außerdem die Themen Resilienz gegenüber autoritären Regimen, die wachsende Herausforderung durch China sowie die Unterstützung für NATO-Partner wie Georgien, Moldawien und Bosnien-Herzegowina im Fokus. "Diese Länder stehen unter massivem russischem Druck - wir müssen ihre Verteidigungsfähigkeit stärken", sagte Stoltenberg.
Zukunftsorientierte Unterstützung: Von sowjetischer Technik zu NATO-Standards
Die NATO plant auch, Kiew langfristig beim Umbau seiner Streitkräfte zu unterstützen - weg von veralteter Sowjet-Technologie hin zu modernen, interoperablen NATO-Systemen. Dazu gehören umfangreiche Schulungsprogramme, logistische Hilfen sowie der Austausch sensibler Technologie zur Erkennung und Neutralisierung feindlicher Angriffe - einschließlich GPS-gestützter Drohnenerkennung und Signalblockierung.