Finnische Regierungsbehörde warnt Flugzeuge vor abnormaler GPS-Störung

GPS-Navigations systems und GPS-Störungen

Traficom, die finnische Transport- und Kommunikationsbehörde, gab eine Ankündigung heraus, in der sie über einen ungewöhnlichen Anstieg von GPS-Störungen nahe der Ostgrenze des Landes informierte.

Der Ursprung der Störung ist noch unbekannt, aber nach zahlreichen Berichten, die der Agentur aus verschiedenen Quellen vorgelegt wurden, begann sie am Wochenende und dauert noch an.

Dies hat zur Ausgabe von NOTAMs (Pilot Notices) geführt, um das Bewusstsein der Piloten zu schärfen und ihnen zu helfen, zusätzliche Schritte zu unternehmen, um ihren Flug sicher zu halten.

Bemerkenswerterweise mussten mehrere Transaviabaltika-Flugzeuge nach Savonlinna, Finnland, am Sonntag aufgrund einer Fehlfunktion des bordeigenen GPS-Navigations systems nach Tallinn, Estland, zurückkehren.

Flugstornierungs wegen störsender GPS-Empfänger

Flugstornierungs-SMS-Benachrichtigung (YLE)

Jari Pöntinen, Direktor von Traficom, kommentierte wie folgt:

Es ist immer noch sicher zu fliegen. Fluggesellschaften haben Verfahren, die sie befolgen, wenn das GPS-Signal verloren geht. Flugzeuge können andere Systeme zur sicheren Navigation und Landung verwenden. Die Flugsicherung unterstützt Flugzeugpiloten mit Hilfe anderer Landesysteme.

Wie das Bulletin der Agentur schloss, waren die Störquellen vom Boden aus schwer zu lokalisieren, da die eingefügten Signale auf die Luft gerichtet waren und ihre Auswirkungen so vorübergehend und lokal waren, dass eine Überprüfung nahezu unmöglich war.

GPS-Spoofing
GPS (Global Positioning System) ist ein Funknavigationssystem, das sich auf die Verbindung von vier oder mehr Satelliten stützt, um Geolokalisierungs- und Zeitinformationen an einen Empfänger zu übertragen.

Wenn etwas diese Verbindung unterbricht oder den Fokus des Empfängers auf ein als GPS-Satellit getarntes Bodensystem lenkt, wird die Navigation unzuverlässig.

Dieses Spoofing ist relativ einfach, da das eigentliche GPS-Signal schwach und die Empfängerantenne unempfindlich ist.

Die Ausrüstung, die für diese Spoofing-Angriffe benötigt wird, kann Hunderte von Dollar kosten, und Software zur Simulation der Funksignale echter GPS-Satelliten ist oft weit verbreitet.

Beispielsweise kann ein tragbarer 1-KW Störsender GPS-Empfänger in einer Entfernung von bis zu 80 Kilometern blockieren, sodass es keine große praktische Herausforderung darstellt, diese Angriffe zu starten.

was könnte es verursachen
GPS-Spoofing wurde bei gezielten Angriffen mit hohem Einsatz eingesetzt, wie z. B. der Entführung von Yachten, aber es ist oft eine Taktik, die vom Militär verfolgt wird.

Es folgt Berichten über Segelprobleme mit mehreren Schiffen im Schwarzen Meer, die Russland mit Ereignissen im Jahr 2017 in Verbindung bringen.

Im Dezember 2017 beschuldigten norwegische Behörden Russland der weit verbreiteten Sabotage der GPS-Navigation während Militärübungen. Im November 2018 stießen NATO-Militärübungen in Finnland auf ähnliche Probleme.

Diesmal fiel die Intervention mit einem Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö zusammen. Zu dieser Zeit erwog das Land, der NATO beizutreten, und der Kreml war davon nicht begeistert.

Die Störung wurde nicht nur auf Finnland gemeldet, sondern betraf auch Polen, Litauen, Lettland und die gesamte baltische Region.

Es gibt keine offizielle Zuordnung zu einem der betroffenen Länder, und die finnischen Behörden sagen, dass sie die laufenden Probleme noch untersuchen.

Kann dieses Sicherheitsproblem gelöst werden?
GPS-Spoofing ist schwer zu stoppen, da Signale von Satelliten im erdnahen Orbit möglicherweise zusätzlich verschlüsselt sind und Zertifikate nicht geändert werden können.

Die einzige Möglichkeit, dieses Problem am Boden zu lösen, besteht darin, eine GPS-Firewall auf dem Empfänger zu installieren und eine Multi-Array-Antenne zu implementieren, um einen Richtungsverifizierungsfaktor in das Signal einzuführen.